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Zum Begriff "Mediatektur"
Christoph Kronhagel 2003
(PDF, ca. 90 KB)

Mediatektur ist die Schnittstelle zwischen den virtuellen und physischen Orten.

In der Öffentlichkeit wird mittlerweile oft der Begriff Media-Architecture genutzt. Er beschreibt das Zusammentreffen von Architektur und elektronischen Medien. Genau mit dieser Idee hatten wir 1991 ag4 gegründet, aber bald gespürt, dass dieser interdisziplinäre Ansatz nur die Addition zweier Gestaltungsmöglichkeiten beschreibt. Schon 1993 wurde mir klar, dass wir mit unserer Arbeit eine neue Disziplin mit ganz eigenen Gestaltungsregeln entwickelten und führte den Begriff Mediatektur ein. Dieser Begriff artikuliert, worum es eigentlich geht: Die Vermittlung (Media) von Ideen durch eine Konstruktion (-tektur).

Ein Projekt mit mediatektonischer Ausrichtung entsteht immer dann, wenn ein Auftraggeber einen Raum so aufladen möchte, dass dieser eine bestimmte Idee oder ein komplexes Thema vermittelt. Diese Mediatektur kann ein Innenraum sein wie ein Foyer oder ein Forum mit Ausstellungscharakter und es kann einen Außenraum gestalten durch eine Medienfassade. Immer geht die Mediatektur eine enge Verbindung mit der Architektur oder sogar mit dem Stadtraum ein - im Idealfall befruchten sich Mediatektur und Architektur gegenseitig.